Wettbewerb "Fair Young Styria"

Jugend für Fairness in der Welt

Philosophie des Wettbewerbs

Die Aufgabe der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) und von EZA-Projekten ist es, auf nationale und internationale Zusammenhänge hinzuweisen, die zu Ungerechtigkeit führen und für den gerechten Ausgleich zwischen Arm und Reich einzutreten. Unterrichtsprojekte zur EZA öffnen damit den Blick auf
die Welt und zeigen Verbindungen zwischen persönlicher Lebenswelt und globalen Zusammenhängen auf. SchülerInnen überlegen sich, wie eine „faire Welt" aussehen könnte und entwickeln dazu Projektideen.

Die TeilnehmerInnen

Klassen oder SchülerInnen-Gruppen an allen steirischen Schulen (Volksschulen, Hauptschulen, AHS, BHS, Berufsschulen)

Unterrichtsintegration

Die Projektideen können fächerübergreifend oder fachspezifisch als Projektarbeit erarbeitet werden.

Aufgabenstellung und Projektinhalte

Im Kern des Wettbewerbs geht es um die Frage, welchen konkreten Beitrag wir hier in der Steiermark zur Entwicklungszusammenarbeit leisten können; d.h. was kann ich hier machen, um für mehr Gerechtigkeit und einen Ausgleich zwischen Arm und Reich einzutreten?

Beispiel: Eine Klasse, die sich mit gesunder Ernährung befasst, überlegt sich auch woher die Lebensmittel kommen. Anhand eines konkreten Produktes wird gelernt, warum gerade dort, wo Lebensmittel angebaut werden, so viele Menschen hungern. Die SchülerInnen lernen, Produkte und
ihre Herkunft bewusst und kritisch zu hinterfragen. Um nachhaltig etwas zu einer „fairen Welt"  beizutragen, entscheiden sie sich dann beispielsweise für die regionale und saisonale Schuljause oder für „fair gehandelte" Gewürze in der Schulküche oder für die fi nanzielle Unterstützung eines Projektes
in einem Entwicklungsland.

EZA-Projekte dieses Wettbewerbs müssen ihre Umsetzung und Wirkung also nicht unbedingt direkt vor Ort in einem Entwicklungsland entfalten. Sie können ihren Einfl uss ebenso wirkungsvoll
in unserer Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik entwickeln. Projekte dieses Wettbewerbs müssen aber eine konkrete Wirkung entfalten.

Preise und Preisverleihung

Die Preise werden in vier Schulkategorien vergeben.

  • Volksschulen
  • Hauptschulen, AHS-Unterstufe, PTS
  • AHS Oberstufe, BMHS
  • Berufsschulen

In jeder Schul-Kategorie werden drei Siegerprojekte und zehn „Zweitplatzierte" gekürt. Die Sieger erhalten ein Preisgeld von EUR 1.000,-, die Zweitplatzierten je EUR 500,-.
Die Preisverleihung fi ndet in Graz in großem Rahmen statt. Eingeladen sind alle Sieger-Klassen und
-Gruppen mit ihren projektbetreuenden LehrerInnen. Der Termin wird rechtzeitig über die Direktionen der Schulen bekannt gegeben

Projekteinreichung

Um an der Beurteilung und Preisvergabe teilnehmen zu können, müssen die Projekte in bestimmter Form eingereicht werden: Eine Kurz-Projektbeschreibung mittels ausgedrucktem   Wettbewerbsformblatt (download unter www.fairstyria.at), die alle folgenden Inhalte erläutert und beschreibt.

  • Worum geht es bei diesem Projekt?
  • Was bedeutet FAIRNESS bei diesem Projekt? Warum ist dieses Projekt FAIR?
  • Was soll mit dem Projekt genau bewirkt werden? Was ist das Ziel?
  • Wie, mit welchen Maßnahmen, soll das Ziel erreicht werden?
  • Wer tut was? Welche Maßnahmen werden von welchen Gruppen/Umwelten (Stakeholdern)
    getragen/getätigt?
  • Wie hoch sind die Projektgesamtkosten und wer trägt sie?

Zusätzlich zur Kurz-Projektbeschreibung muss eine detaillierte Projektdokumentation in schriftlicher
(MS Word) und/oder audio-visueller Form (MP3 oder AVI, MPEG) auf Datenträger eingereicht werden.

Beurteilungskriterien der Jury

Die folgenden Kriterien werden in der Projektbewertung n Form eines Punktesystems zur Anwendung gebracht. Alle Kriterien werden gleichwertig behandelt. Siegerprojekte sind die jeweils 25 erstgereihten Projekte in jeder Schulkategorie. Die Beurteilung und Reihung der Projekte erfolgt separiert für jede Schulkategorie.

  • Klarheit, Verständlichkeit und Schlüssigkeit der Projektbeschreibung und -dokumentation
  • Ausmaß der Selbstbestimmtheit des Projekts durch steirische AkteurInnen (je höher desto besser)
  • Kreativität (Einmaligkeit) der Projektidee
  • Neuheit (Einmaligkeit) des eingeschlagenen Weges
  • Gesellschaftliche Breite und aktivierende Wirkung des Projekts. Hier wird die Einbeziehung von relevanten am Projekt beteiligten Umwelten (Stakeholder- Gruppen) in Anzahl und Art beurteilt (je breiter und direkter/aktiver desto besser).
  • Umsetzbarkeit des Projekts
  • Finanzieller Aufwand. Die Projektkosten müssen abgeschätzt werden. Sie sollen möglichst aus den bestehenden Budgets aller Beteiligten (auch eigene „Geldbörse" der KonsumentInnen
    und BürgerInnen) abgedeckt werden können. Der Finanzaufwand darf die  Projektrealisierungschancen nicht wesentlich negativ beeinflussen.

Einsendeadresse und -schluss

Landesschulrat Steiermark
Postfach 20, 8023 Graz


Einsendeschluss: 30. April 2008 (Poststempel)

Information, Materialien und Medien

Für Rückfragen zum Wettbewerb steht Mag. Erich Tausch zur Verfügung:

Fachabteilung 1E (Europa und Außenbeziehungen)
Telefon +43 (316) 877-3323
E-Mail: erich.tausch@stmk.gv.at


In der steirischen entwicklungspolitischen Mediathek bieten 12 steirische Organisationen Beratung und
Medien zu unterschiedlichen entwicklungspolitischen Themen an, von Hintergrundinformationen über
Filme bis zu Arbeitsblättern.

 

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